Hermann Scheer: Der energethische Imperativ. - 100 Prozent jetzt: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist.

In welchem Zeitraum kann der Wechsel zu Erneuerbaren Energien erfolgen? Erst bis 2100? Oder schon 2050? „Meine Überzeugung ist, dass dieser Wechsel schneller realisiert werden kann, wenn wir alle dafür notwendigen Kräfte mobilisieren“, schreibt Hermann Scheer in seinem letzten Buch „Der energethische Imperativ“, und zwar „im Zeitraum etwa eines Vierteljahrhunderts – weltweit, in einigen Ländern und Regionen auch schon früher“.

Prägnant und leidenschaftlich stellt der SPD-Bundestagsabgeordnete, Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. und Alternative Nobelpreisträger in diesem Buch dar, warum und wie der rasche Wechsel zu Erneuerbaren Energien stattfinden muss.

Jedes für den umfassend angelegten und vollständigen Wechsel zu erneuerbaren Energien versäumte Jahr ist ein verlorenes, mahnt Hermann Scheer. Dieser Wechsel ist der letztmögliche Weg, existenzielle Gefahren abzuwenden, die irreversibel werden können, weil es keine andere Möglichkeit zur naturgemäßen und dauerhaften Energieversorgung der Menschen gibt.

„Der energethische Imperativ“ ist das vierte große Zukunftsbuch von Hermann Scheer nach seinen bahnbrechenden Büchern „Sonnen-Strategie“ (1993), „Solare Weltwirtschaft“ (1999) und „Energieautonomie“ (2005), die alle in zahlreiche Sprachen übersetzt worden sind. In diesem neuen Buch beleuchtet der Autor die verschiedenen Konzepte und Vorschläge und deren unterschiedliche Erfolgsaussichten nach politischen, technologischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten. Er identifiziert Erfolgswege und deren Gründe ebenso wie Abwege und Umwege, Ausflüchte und Brückensperren. Scheers Bewertungsmaßstab ist die Beschleunigung des Energiewechsels. Dafür zeigt er nicht nur die kurzen und schnellen Wege zum Energiewechsel, sondern auch, wie und durch wen sie aufgeschlossen und erweitert werden können.

Hermann Scheers neues Buch ist eine Inventur von Energiestrategien und Konzepten. Es ist eine Streitschrift gegen einen kleinkarierten „Energieökonomismus“ in Energiepolitik, -wirtschaft und –wissenschaft, der die politischen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Chancen des Wechsels missachtet. Scheer beschreibt den Energiewechsel als energetische und ethische Herausforderung: als energethischen Imperativ.

Kurz nach Erscheinen des Buches, am 14. Oktober 2010, ist Hermann Scheer im Alter von 66 Jahren gestorben. »Solarpapst« wurde er genannt, »Sonnenkönig« und »Sonnengott«. 1999 wurde ihm der Alternative Nobelpreis für sein Engagement für die Solarenergie verliehen, 2002 ernannte ihn das Time Magazine zum »Hero for the Green Century«. Hermann Scheer, schrieb Peter Unfried in der taz, war der herausragende Politiker seiner und unserer Zeit und »um es auch für den popkulturell konditionierten Teil der Gesellschaft klarzumachen: Hermann Scheer ist größer als die Beatles. Über seine Bedeutung kann heute noch kein Konsens bestehen. Aber das wird sich ändern. Scheer hat die Wende zu 100% erneuerbaren Energien nicht nur früh als zentrale Aufgabe der Gegenwart erkannt, er sah die gesellschaftliche und soziale Dimension, er war in der Lage, die ökologische Transformation zu denken. Mehr: Er war sicher zu wissen, wie man sie hinkriegt.« Das Buch »Der EnergEthische Imperativ – 100% jetzt: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist« ist Hermann Scheers Vermächtnis.

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Hermann Scheer: Der energethische Imperativ.  - 100 Prozent jetzt: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist.

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